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Mittwoch
Das Aufwachen am Morgen war nicht gerade schön. Erstens hat der gestrige Abend seine Spuren hinterlassen und zweitens der Gedanke wir befinden uns im “Downtown Flying Pig Saustall“. Also zogen wir schnellstmöglich unsere Kleider an und machten uns auf den Weg nach draussen. Da erwartete uns nicht gerade freundliches Wetter; es regnete. So beschlossen wir, erst mal in ein nettes Kaffee zu sitzen und dort gemütlich in den Tag zu starten. Im obersten Stock eines Kaufhauses frühstückten wir, mit guter Aussicht über einige Häuserzeilen Amsterdams. Die Inneneinrichtung des Kaffees stammte aus den 20er Jahren und wurde von Thomas Gerrit Rietveld entworfen. Er war ein bekannter holländischer Künstler der “de Stijl“ Bewegung und einer der ersten Vertreter der modernen Kunst in Europa.
Frisch gestärkt besuchten wir den grössten Flohmarkt Amsterdams, den Albert Cuyp Markt. Dort bieten rund 200 Händler ihre Ware an; verschiedenste Kleidungsstücke, alte Schallplatten, Schmuck, Bücher, dekorative Staubfänger etc. Doch bei Regenwetter war dieser Flohmarkt nicht so stimmungsvoll, weshalb wir bald wieder die Wärme in einem Restaurant suchten.
Am Nachmittag stand eine Bootsfahrt durch die Grachten Amsterdams auf dem Programm. Bei einer Schifffahrtsgesellschaft im Zentrum der Stadt lösten wir ein Billet und setzen uns in den Touristen-Kahn. Beim Betreten des Bootes wurde noch von jedem Fahrgast schnell ein Foto geknipst, welches dann am Ende der Rundfahrt gekauft werden konnte. Auf der Tour kamen wir vorbei an Palästen, schönen Häusern, Kirchen und historischen Brücken. Die einzelnen Häuser sind meistens sehr schmal. Deshalb ist jeweils am Giebel eine Art Kranhacken eingebaut, um bei einem Umzug die Möbelstücke anzuheben und direkt via Fenster ins Haus zu transportieren. Durch das Treppenhaus würde man oft nicht mal einen kleinen Tisch hinauftragen können.
Nach dieser Stadtrundfahrt zogen wir durch die Kaufhäuser der Innenstadt Shopping war angesagt. So verweilten wir eine Zeit lang in Musik-, Sport- und Kleiderläden, wo dann auch jeder ein passendes Souvenir fand. Da Shopping bekanntlich müde macht, spazierten wir anschliessend zurück in unser Hotel (oder was auch immer das war) und gönnten uns vor dem Abend ein kleines Nickerchen.
Danach war es an der Zeit, etwas echt holländisches zu Essen und so setzten wir uns in ein chinesisches Restaurant.. Logisch, oder? Nun ja, Amsterdam ist eine internationale multikulti Stadt und dementsprechend ist auch die Küche. Lokale Spezialitäten sind nur schwer zu finden. Nach dem Abendessen ging’s dann weiter in eine Bar, wo wir einen guten Schnaps zur Verdauung tranken. Mit vollem Magen und angeregtem Geiste machten wir uns auf den Weg Richtung Redlight-District. Hier spazierten wir quer durch das Viertel, schauten uns um, schmunzelten ab der einen oder anderen Beobachtung und genossen die spezielle Atmosphäre. Zum Abschuss des Abends suchten wir uns einen gemütlichen Ort für einen Schlummertrunk und verabschiedeten uns dann mit vielen Impressionen vom Nachtleben Amsterdams. (m)
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